buergstadt museum 009 w

1995 konnte das Museum seine Pforten öffnen. Damit ging ein lange gehegter Wunsch des Heimat- und Geschichtsvereins Bürgstadt in Erfüllung. Der Standort - die alte Mittelmühle - wird bereits 1248 erwähnt, das heutige Gebäue entstand jedoch erst um die Jahrhundertwende. Lediglich der durch das Haus verlaufende Mühlgraben könnte älter sein.

Im Erdgeschoss erfahren Sie zunächst (fast) alles zum Bürgstadter Weinbau und seine Geschicht. Daran schließt die Darstellung der hiesigen Steinindustrie an. Diese "boomte" zuerst im Hochmittelalter und exportierte bereits um 1000 bis an den Niederrhein und nach Dänemark. Erst in der Gründerzeit war hiesiger Sandstein wieder europaweit gefragt. Die im Keller gezeigten Steinobjekte bieten u. a. einen stilistischen Überblick ländlicher Sepulkralkultur von ca. 1590 bis 1790.

Durch den Keller erreichen Sie den Mühlgraben, in dem die Hausgeschichte dokumentiert ist.

Das Obergeschoss informiert über die Ortsgeschichte. Gezeigt werden bisher Exponate von der Vorgeschichte bis zum Hochmittelalter, die späteren Epochen sind in Vorbereitung. Durch wechselnde Sonderausstellungen kommen Sie in das Breunig-Zimmer, wo Leben und Werk des Komponisten Johann Michael Breunig (1699 - 1755) nachgezeichnet werden.

Im Nebenraum Dokumentation und Erinnerung an die Vertreibungen nach 1945, die einen der gravierendsten Einschnitte in der Geschichte Bürgstadts zur Folge hatte: Innerhalb von sechs Monaten stieg die Einwohnerzahl um ein Drittel.

Geöffnet ist Sonntags von 14:00 - 18:00 Uhr, Anmeldung von Gruppen ist im Rathaus möglich.

Quelle: Kleiner Führer zu den Zeugnissen der Ortsgeschichte Bürgstadt

 

buergstadt martinskappele 008 w
Wahrscheinlich war sie zunächst Pfarrkirche für die gesamte Umgebung und wurde zwischen 900 und 1000 errichtet (Radiokarbon-Analyse 1997). Ihr Patrozinium verweist auf die fränkische Staatskolonisation des 7. Jahrhunderts. In dieser Zeit war Bürgstadt bedeutendster Mainzer Stützpunkt im südwestlichen Mainviereck   weiterlesen...

buergstadt alte kirche 001 w
Die Baugeschichte von St. Margareta lässt sich gut an ihrem Äußeren ablesen:

Vor 1220 Errichtung von Hauptschiff und Turm. Um 1490 Anbau der Sakristei an der Nordseite des Turmes, gleichzeitig Einbau von spätgotischen Portalen, vielleicht durch Künstler der Frankfurter Dombauschule. Im Hoch- und Spätmittelalter gingen aus unserer Region Sandsteinlieferungen zu den "roten Domen" an Rhein und Main, im Gegenzug kam von dort künstlerischer Einfluss   weiterlesen...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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